Hallo ihr Lieben,
es tut mir leid, dass ich ein Weilchen nichts von mir hab hören lassen, aber irgendwie war die letzte Woche sehr vollgestopft... zum einen fängt das Studieren hier in Salamanca an aufwändiger zu werden als alle bisherigen Semester in Münster (dabei wollte ich hier doch endlich mal weniger für die Uni machen) und zum anderen habe ich ein wunderbares Wochenende in Madrid gehabt.... dank Doro, die mir eine supergute Gastgeberin und Städteführerin war, habe ich Madrid noch einmal von einer ganz anderen Seite kennengelernt als letzten Sommer und mir hat sehr gut gefallen, was ich gesehen habe!
Wir haben alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abgeklappert, sind durch nette Gässchen mit süßen Cafés und Lädchen gebummelt (die zum Teil einen kleinen Vorgeschmack auf Paris gaben - warum auch immer Madrid das nötig hat), waren ein klein wenig shoppen, haben chocolate con churros gegessen und bei Sonnenschein einen Spaziergang durch den parque del retiro gemacht, wir waren im prado und im reina de sofia und wir waren auf dem rastro, wo wir ganz spanisch beim capricho estremeño leckere Toasts mit Tomate und Jamón oder Gambas oder was auch immer gegessen haben (stilecht im Stehen von Plastiktellern draußen auf der Straße - aber sehr, sehr lecker!), wir sind ein bisschen Metro gefahren, aber fast immer quer durch Madrid gelaufen, sodass wir abends hundemüde ins Bettchen gefallen sind :)
Nach diesem Wochenende bin ich guten Mutes in die neue Uniwoche gestartet, habe aber schnell wieder begonnen darüber nachzudenken, warum ich eigentlich in Deutschland ein Jahr wiederholen werde und dennoch hier in Spanien ungefähr genauso viel für die Uni tue... vielleicht weil die Spanier seltsam sind.... weil hier Uni wie Schule ist, wo man Hausaufgaben abgeben muss, Gruppenarbeiten einreichen und dann noch mal individuell überarbeiten, weil ich bis Mitte November eine 20-seitige Hausarbeit schreiben muss und bis Weihnachten ein Buch zusammenfassen und über ein weiteres eine mündliche Prüfung machen... Klausuren gibt es im Januar natürlich auch noch.... und das alles für ganze 18 ECTS.... wann leben eigentlich die Spanier, die ja noch mehr Kurse haben und vielleicht auch noch gute Noten schreiben wollen?
Ich hab mir auf jeden Fall überlegt, dass ich mich nicht stressen lasse.... ich mach alles so gut und nur so viel wie ich kann und vielleicht wird das dann halt nix mit der mündlichen Prüfung vor Weihnachten und dann bekomm ich halt nur 15 ECTS!! Schließlich will ich auch noch andere Sachen machen als Lernen bis Weihnachten... ab morgen bin ich endlich im Fitnessstudio angemeldet, Freitag ist meine erste Pilates-Stunde und ich hoffe sehr, dass es mir gefällt! Am Samstag kommt Doro zu Besuch und ich kann mich revanchieren und das erste mal Üben, wie man jemand anderem Salamanca zeigt ;) Ich hoffe, ich lerne die Stadt dabei selber auch noch ein bisschen besser kennen... einiges was ich mir überlegt hab, hab ich auch wirklich selbst noch nicht gemacht!
Na, und dann geht es ja auch schon ganz, ganz bald auf nach Paris... ich kann es kaum erwarten und freue mich unendlich doll auf eine wunderschöne Zeit mit Felix...
Es ist übrigens ungefähr Halbzeit zwischen meiner Ankunft hier in Salamanca und meinem Rückflug zu Weihnachten... ich bin wirklich froh sagen zu können, dass ich mich hier wohlfühle... weil ich ständig schöne Sachen erlebe, weil ich Freundinnen gefunden habe (auch wenn die, die ich Freundinnen nenne, alle Deutsche sind), weil ich mich mit meinen Mitbewohnern verstehe und mich hier zu Hause fühlen, obwohl es schmuddelig und anders ist, weil ich mittlerweile manchmal das Gefühl habe, Gespräche auf Spanisch zu führen, die vor 6 Wochen noch nicht möglich waren, weil ich tausend Pläne habe, was ich alles noch machen und vor allem sehen will hier in Spanien und..... und das ist fast das wichtigste, weil ich ganz genau weiß, wo ich hingehör und dass die wichtigsten Menschen, die ich hab, in Deutschland sind bzw. in Paris und dass sie immer noch da sind, wenn ich wiederkomme :)
Danke, dass ihr da seid
und Danke für jede Nachricht oder Postkarte oder für jeden schönen Skype :)
Svenja
ein Platz für Gelesenes, Gesehenes und Gehörtes, das nicht in den Untiefen meines Gedächtnisses verstauben soll, sondern Wert ist, erinnert zu werden
2012/10/24
Relajación muscular progresiva
Setzt euch ganz gemütlich hin, schließt die Augen und entspannt euch!
Und stellt euch vor ihr hättet eine Orange in der linken Hand. Ihr wolltet daraus Orangensaft machen und deshalb beginnt ihr jetzt, die Orange auszudrücken. Nehmt eure ganze Kraft und presst so viel Saft heraus wie nur geht. Fertig, alles raus! Entspannte den Arm und die Hand und spürt ganz genau wie es sich anfühlt... Jetzt nehmt ihr noch eine Orange, diesmal in die linke Hand, und wieder presst ihr so fest ihr könnt und spürt wie sich die Muskeln in eurem Arm und in eurer Hand anspannen. Stellt euch vor, wie ihr alles rauspressen wollt aus der Orange und euch deshalb noch einmal mehr anstrengt! Lasst dann los und spürt, wie sich die Muskeln in eurem Arm und in eurer Hand entspannen!
Jetzt stellt ihr euch vor, ihr wärt eine Katze. Ihr hättet gerade etwas gegessen und würdet in der Sonne liegen und euch räckeln.... Streckt eure Arm von euch so weit ihr könnt... erst nach vorne dann nach oben und spürt eure Muskeln in den Armen, Schultern und im Nacken und Rücken... und lasst die Arme fallen. Richtet eure ganze Konzentration auf die Körperteile, die gerade noch völlig angespannt waren und jetzt ganz entspannt sind. Wie fühlt sich das an?
Stellt euch vor, ihr wärt eine Schildkröte....
Das war ein kleiner Einblick in meine heutige Seminarstunde. Die Profesorin hat einfach mal 75 Minuten mit uns progressive Muskelentspannung gemacht. Wir sollen schließlich nicht nur theoretisch wissen, was das ist und dass man das mit Kindern mit Verhaltensproblemen machen kann, sondern wir sollen es auch mal selbst gemacht haben!! Find ich cool... ein bisschen Entspannung kann schließlich nie schaden und ich find es auch schön, dass hier im Gegensatz zur Lehre in Münster alles ganz oft wiederholt und sehr detailliert erklärt wird. Ich komm mir dann zwar manchmal wie in der Schule vor, weil man ständig Hausaufgaben abgeben muss und sich manchmal ein bisschen langweilt, aber andererseits ist es auch nett ;)
Und stellt euch vor ihr hättet eine Orange in der linken Hand. Ihr wolltet daraus Orangensaft machen und deshalb beginnt ihr jetzt, die Orange auszudrücken. Nehmt eure ganze Kraft und presst so viel Saft heraus wie nur geht. Fertig, alles raus! Entspannte den Arm und die Hand und spürt ganz genau wie es sich anfühlt... Jetzt nehmt ihr noch eine Orange, diesmal in die linke Hand, und wieder presst ihr so fest ihr könnt und spürt wie sich die Muskeln in eurem Arm und in eurer Hand anspannen. Stellt euch vor, wie ihr alles rauspressen wollt aus der Orange und euch deshalb noch einmal mehr anstrengt! Lasst dann los und spürt, wie sich die Muskeln in eurem Arm und in eurer Hand entspannen!
Jetzt stellt ihr euch vor, ihr wärt eine Katze. Ihr hättet gerade etwas gegessen und würdet in der Sonne liegen und euch räckeln.... Streckt eure Arm von euch so weit ihr könnt... erst nach vorne dann nach oben und spürt eure Muskeln in den Armen, Schultern und im Nacken und Rücken... und lasst die Arme fallen. Richtet eure ganze Konzentration auf die Körperteile, die gerade noch völlig angespannt waren und jetzt ganz entspannt sind. Wie fühlt sich das an?
Stellt euch vor, ihr wärt eine Schildkröte....
Das war ein kleiner Einblick in meine heutige Seminarstunde. Die Profesorin hat einfach mal 75 Minuten mit uns progressive Muskelentspannung gemacht. Wir sollen schließlich nicht nur theoretisch wissen, was das ist und dass man das mit Kindern mit Verhaltensproblemen machen kann, sondern wir sollen es auch mal selbst gemacht haben!! Find ich cool... ein bisschen Entspannung kann schließlich nie schaden und ich find es auch schön, dass hier im Gegensatz zur Lehre in Münster alles ganz oft wiederholt und sehr detailliert erklärt wird. Ich komm mir dann zwar manchmal wie in der Schule vor, weil man ständig Hausaufgaben abgeben muss und sich manchmal ein bisschen langweilt, aber andererseits ist es auch nett ;)
2012/10/21
Toledo
| Der Blick auf eine wunder-, wunderschöne Stadt! |
| Vorgeschmack auf die Kathedrale... |
| ... ihr Turm... |
| ... eines der Tore ... |
| ... und ein weiterer Blick durch die Gässchen Toledos! |
| Santa María la Blanca |
| San Juan de los Reyes |
| Toledo ist bekannt für seine Schwerter und Messer... |
![]() |
| ... und für die Goldverarbeitung... |
Toledo ist bisher die schönste Stadt, die ich hier gesehen habe... der Blick auf die Stadt ist atemberaubend - wie ihr auf den ersten Bildern vielleicht erahnen könnt... durch den Fluss und die Natur und die Hanglage hat die Stadt irgendwie etwas märchenhaftes... und dieser Eindruck wird nur bestätigt, wenn man durch winzig-schmale Gassen schlendert, aneinanderstoßende Dächer und mit Blumen behängte Balkone bewundert und sich ein bisschen fühlt wie in einer anderen Zeit....
2012/10/18
En casa
Hallöchen....
gerade sind alle in der Wohnung ausgeflogen. Ich habe mich dem Feiern-gehen entzogen und stattdessen die Küche geputzt, weil ich es nicht mehr ausgehalten hab, mit einer Zentimeter-dicken Fettschicht auf dem Herd und ungespültem Geschirr überall... und jetzt sitze ich hier mit einem leckeren Apfel-Zimt-Tee und was Süßem und schreibe euch :)
Ich dachte, vielleicht stelle ich euch mal meine Mitbewohner vor... bisher hab ich immer nur geschrieben was ich mach, aber ihr wisst gar nicht so richtig, mit wem und wie ich lebe...
Jetzt, wo ich knapp fünf Wochen hier lebe, muss ich sagen, dass es eine mutige Entscheidung war in eine Fünfer-WG zu ziehen... es ist fast immer laut... mein spanischer Mitbewohner, Pablo, hört liebend gern laut in der Wohnung Musik... meistens die gleiche Playlist und immer dabei ist auf jeden Fall: "vamos a la playa, a mí me gusta bailar".... ich persönlich hätte nicht gedacht, dass Spanier sowas hören, aber gut! Wenn er keine Musik hört, schläft er gern und guckt in der Küche beim Essen Serien.... Wenn man sich davon nicht stören lässt, ist er aber super als Mitbewohner, weil er eine Engelsgeduld hat mit uns Ausländern hier, weil er gerne mit uns zusammen isst, uns alles erklärt, was wir wissen wollen und uns, wenn wir wollen, abends immer mitnimmt :)
Was ich beinah vergessen hätte, Pablo kocht gerne und gut! Einmal sind Tanja, meine deutsche Mitbewohnerin, und ich schon in den Genuss gekommen von ihm bekocht zu werden und es war wirklich lecker.... man muss halt damit klar kommen, dass jedes Essen mit Fleisch ist... viel Fleisch, sehr viel Fleisch... und das in der Regel zweimal am Tag!
Auch meine anderen beiden Mitbewohnerinnen, Amanda aus Brasilien und Miriam aus Italien kochen fast jeden Tag und essen ebenfalls eigentlich immer Fleisch... Miriam definitiv aus gesundheitlichen Gründen... sie ist Medizinstudentin und sehr auf Hygiene (zumindest in manchen Aspekten, in anderen, die ihr dann nicht so wichtig sind, auch gar nicht!), gute Ernährung und viele Äußerlichkeiten bedacht... Dementsprechend isst sie abends keine Kohlenhydrate, sondern einen Haufen Fleisch (Proteine!) gefolgt von Salat mit Zitrone als Dressing und die Alternative für die kalte Jahreszeit sind gebratene geriebene Zucchini mit Frischkäse vermengt! Sie hat aber auch schon einmal Lasagne für uns gemacht, die auch sehr lecker war, wenn auch nicht so gut wie deine, liebe Mama! :) Auch wenn ich in einigen Aspekten nicht ganz mit Miriam übereinstimme, weil sie sagt, dass aus Freundschaft keine Liebe werden kann (Ich sage, dass das sehr wohl geht!!) und in jeglicher Hinsicht sehr aufs Äußere bedacht ist, was mich teilweise tierisch nervt, kann man sich mit ihr gut unterhalten.... es ist wirklich schön, dass wir zwar eigentlich alle getrennt kochen, in der Regel aber dennoch zusammen essen!
Amanda ist eine ganz liebe und nette Brasilianerin... sie hat immer was zu erzählen und geht ganz, ganz viel feiern... mit dem Kochen hat sie es nicht so, weil sie in Brasilien noch bei ihren Eltern wohnt und dort nie kochen gelernt hat... manchmal gibt es dann solche Leckereien wie Tiefkühl-Lasagne, die mir schon beim Anblick auf den Magen schlagen ;)
Naja, zu guter letzt kochen dann auch noch Tanja und ich in dieser Küche! Am Anfang war ich ja nicht sicher, ob es eine gute Entscheidung war, mit einer Deutschen zusammenzuwohnen, aber jetzt bin ich ziemlich zufrieden so wie es ist... weil wir uns wirklich, wirklich gut verstehen, zusammen kochen, wie man halt in Deutschland kocht ;) und den ganzen Abend verquatschen können wie das gute Freundinnen können.... und bald gehen wir auch zusammen zum Sport :)
Der Großteil unseres WG-Lebens spielt sich Abends beim Essen ab, wenn wir oft alle in unserem kleinen Salón sitzen und essen und quatschen.... morgens steht jeder anders auf und das ist auch gut so, weil ich es so bisher echt noch nie erlebt hab, dass ich Duschen wollte und unser Bad besetzt war!!
Insgesamt habe ich es glaube ich ziemlich gut getroffen und es fällt mir langsam, aber sicher auch ein kleines bisschen leichter an den Gesprächen teilzuhaben und bin nicht mehr die ganze Zeit mit Verstehen beschäftigt! :)
Jetzt kuschel ich mich, glaube ich, in mein gar nicht allzu kuscheliges Bettchen (ich werde meine Matratze lieben, wenn ich wiederkomme!) und lese noch ein bisschen...
Ein dicker Kuss aus dem sehr verregneten Salamanca
(...ihr braucht gar nicht mehr neidisch sein, weil es tatsächlich seit gestern Abend durchgehend regnet und besonders warm ist es auch nicht mehr...)
Svenja
gerade sind alle in der Wohnung ausgeflogen. Ich habe mich dem Feiern-gehen entzogen und stattdessen die Küche geputzt, weil ich es nicht mehr ausgehalten hab, mit einer Zentimeter-dicken Fettschicht auf dem Herd und ungespültem Geschirr überall... und jetzt sitze ich hier mit einem leckeren Apfel-Zimt-Tee und was Süßem und schreibe euch :)
Ich dachte, vielleicht stelle ich euch mal meine Mitbewohner vor... bisher hab ich immer nur geschrieben was ich mach, aber ihr wisst gar nicht so richtig, mit wem und wie ich lebe...
Jetzt, wo ich knapp fünf Wochen hier lebe, muss ich sagen, dass es eine mutige Entscheidung war in eine Fünfer-WG zu ziehen... es ist fast immer laut... mein spanischer Mitbewohner, Pablo, hört liebend gern laut in der Wohnung Musik... meistens die gleiche Playlist und immer dabei ist auf jeden Fall: "vamos a la playa, a mí me gusta bailar".... ich persönlich hätte nicht gedacht, dass Spanier sowas hören, aber gut! Wenn er keine Musik hört, schläft er gern und guckt in der Küche beim Essen Serien.... Wenn man sich davon nicht stören lässt, ist er aber super als Mitbewohner, weil er eine Engelsgeduld hat mit uns Ausländern hier, weil er gerne mit uns zusammen isst, uns alles erklärt, was wir wissen wollen und uns, wenn wir wollen, abends immer mitnimmt :)
Was ich beinah vergessen hätte, Pablo kocht gerne und gut! Einmal sind Tanja, meine deutsche Mitbewohnerin, und ich schon in den Genuss gekommen von ihm bekocht zu werden und es war wirklich lecker.... man muss halt damit klar kommen, dass jedes Essen mit Fleisch ist... viel Fleisch, sehr viel Fleisch... und das in der Regel zweimal am Tag!
Auch meine anderen beiden Mitbewohnerinnen, Amanda aus Brasilien und Miriam aus Italien kochen fast jeden Tag und essen ebenfalls eigentlich immer Fleisch... Miriam definitiv aus gesundheitlichen Gründen... sie ist Medizinstudentin und sehr auf Hygiene (zumindest in manchen Aspekten, in anderen, die ihr dann nicht so wichtig sind, auch gar nicht!), gute Ernährung und viele Äußerlichkeiten bedacht... Dementsprechend isst sie abends keine Kohlenhydrate, sondern einen Haufen Fleisch (Proteine!) gefolgt von Salat mit Zitrone als Dressing und die Alternative für die kalte Jahreszeit sind gebratene geriebene Zucchini mit Frischkäse vermengt! Sie hat aber auch schon einmal Lasagne für uns gemacht, die auch sehr lecker war, wenn auch nicht so gut wie deine, liebe Mama! :) Auch wenn ich in einigen Aspekten nicht ganz mit Miriam übereinstimme, weil sie sagt, dass aus Freundschaft keine Liebe werden kann (Ich sage, dass das sehr wohl geht!!) und in jeglicher Hinsicht sehr aufs Äußere bedacht ist, was mich teilweise tierisch nervt, kann man sich mit ihr gut unterhalten.... es ist wirklich schön, dass wir zwar eigentlich alle getrennt kochen, in der Regel aber dennoch zusammen essen!
Amanda ist eine ganz liebe und nette Brasilianerin... sie hat immer was zu erzählen und geht ganz, ganz viel feiern... mit dem Kochen hat sie es nicht so, weil sie in Brasilien noch bei ihren Eltern wohnt und dort nie kochen gelernt hat... manchmal gibt es dann solche Leckereien wie Tiefkühl-Lasagne, die mir schon beim Anblick auf den Magen schlagen ;)
Naja, zu guter letzt kochen dann auch noch Tanja und ich in dieser Küche! Am Anfang war ich ja nicht sicher, ob es eine gute Entscheidung war, mit einer Deutschen zusammenzuwohnen, aber jetzt bin ich ziemlich zufrieden so wie es ist... weil wir uns wirklich, wirklich gut verstehen, zusammen kochen, wie man halt in Deutschland kocht ;) und den ganzen Abend verquatschen können wie das gute Freundinnen können.... und bald gehen wir auch zusammen zum Sport :)
Der Großteil unseres WG-Lebens spielt sich Abends beim Essen ab, wenn wir oft alle in unserem kleinen Salón sitzen und essen und quatschen.... morgens steht jeder anders auf und das ist auch gut so, weil ich es so bisher echt noch nie erlebt hab, dass ich Duschen wollte und unser Bad besetzt war!!
Insgesamt habe ich es glaube ich ziemlich gut getroffen und es fällt mir langsam, aber sicher auch ein kleines bisschen leichter an den Gesprächen teilzuhaben und bin nicht mehr die ganze Zeit mit Verstehen beschäftigt! :)
Jetzt kuschel ich mich, glaube ich, in mein gar nicht allzu kuscheliges Bettchen (ich werde meine Matratze lieben, wenn ich wiederkomme!) und lese noch ein bisschen...
Ein dicker Kuss aus dem sehr verregneten Salamanca
(...ihr braucht gar nicht mehr neidisch sein, weil es tatsächlich seit gestern Abend durchgehend regnet und besonders warm ist es auch nicht mehr...)
Svenja
2012/10/14
La muralla de Ávila
| Blick von der Mauer auf die Häuser Ávilas... |
| ... und auf den Rest der schon 900 Jahre alten Stadtmauer... |
| Es war ein sehr schöner Sonnentag mit Rebecca und Tanja :) |
| Wir haben auch die Spezialität des Städtchens probiert... Yemas de Ávila sind ein Gebäck aus Ei und Zucker... Sie sehen zwar nett aus, haben mir aber nicht so gut geschmeckt... |
Ávila hat mir sehr gut gefallen und dank des traumhaften Wetters konnten wir einen ausgiebigen Spaziergang auf der Mauer machen... So gegen halb drei haben wir uns dann auf die Suche nach einem netten und preiswerten Restaurant gemacht, mussten aber feststellen, dass es fast nirgendwo mehr Platz für uns gab... unvorstellbar kam es uns vor, dass sich tatsächlich ein Restaurant ans nächste reiht und alle voll sind... voll mit Spaniern, die gerne ausgehen und dass schöne Wetter und das leckere spanische Essen genießen wollen!
Letztendlich sind wir in einem kleinen, mehr oder weniger schönen Hotel gelandet... aber der Hunger war einfach zu groß um weiter zu suchen oder gar zu warten!
Man kann nicht sagen, dass wir schlecht gegessen hätten (das Menü hat ja auch 12,50€ gekostet), aber an die großen Fleischportionen mit wenig Beilage muss ich mich gewöhnen und das Highlight des Mittagessens war eindeutig der Nachtisch... Ich bestellte "Helado de chocolate" (Schokoladeneis) und bekam... ratet... in Plastik verpacktes Schokoladeneis am Stiel auf einem Teller serviert.... sehr lecker :) und ziemlich witzig... ich konnte mir das Lachen leider wirklich nicht verkneifen...
Den Rest des Tages sind wir durch die Straßen geschlendert, haben uns in die Sonne gesessen und spanischen Leben zugesehn...
Fühlt euch gedrückt
2012/10/12
Viertens
Seinen Müll bringt man hier nicht in eine Mülltonne, sondern stellt ihn einfach vor seine Haustür... abends kommt dann jemand vorbei und holt die ganzen Tüten ab....
2012/10/07
Valladolid
Hallo ihr Lieben:)
Gestern habe ich meinen ersten Ausflug in Spanien gemacht... es war ein organisierter Ausflug, das heißt man musste sich um nichts kümmern was An- und Abreise und Sightseeing betrifft, sondern musste nur morgens pünktlich um 10.00 da sein! Ich hab mich mit meiner deutschen Mitbewohnerin und einer Freundin aus dem Studiengang angemeldet, die auch aus Deutschland kommt...
Wir sind dann nach knapp 2 Stunden in Valladolid angekommen, wo eine Touristenführerin zugestiegen ist und uns aus dem Bus heraus einiges von Valldolid gezeigt hat und uns dann noch zu Fuß durch die Altstadt geführt hat. Im Vergleich zu Salamanca ist Valladolid weniger schön, weniger sauber, weniger kunstvoll... dafür vielfältig, alt, grün.... das Grüne gefällt mir besonders... es gibt Parks mit Bäumen und Plätzen zum Hinsetzen und es gibt Blumen... in Salamanca sieht man grün nämlich eher selten.... es gibt zwar ein Paar kleine Grünanlagen, auch einen Park... sie sind aber weniger zum Wohlfühlen und werden dazu noch den ganzen Tag bewässert!
Nach der kleinen Stadttour hatten wir Zeit zur freien Verfügung... Tanja und ich sind ein bisschen herumgelaufen bis wir in einer urigen Gasse ein nettes Plätzchen zum Essen, eine schöne Tapas-Bar, gefunden hatten....
Die Tapas und den Wein, den wir dort getrunken und gegessen haben, waren zwar sehr lecker, stellten sich aber als teurer heraus als man das aus Spanien gewohnt ist...
Nach der kurzen Mittagspause ging es weiter ins centro comercial in der Nähe von Valladolid... Zunächst haben wir uns gefragt, was wir denn vier Stunden in nem Einkaufscenter machen sollen, aber dann ging die Zeit bei IKEA und Primark doch schnell um und mehr Zeit wäre auch nicht schlecht gewesen... wie das halt immer so ist ;)
Der IKEA-Einkauf war auf jeden Fall super witzig!! So primitiv eingerichtet wie wir hier sind, hätten Tanja und ich am liebsten den halben Laden ausgekauft und mussten uns zwischendurch immer wieder daran erinnern, dass wir nur 10 Monate hier sind... schließlich haben wir nur Rührschüsseln gekauft, die man auch als Salatschüsseln verwenden kann und Handtücher (wenn sich 5 Personen am gleichen Handtuch die Hände abtrocknen, sind die nämlich ständig klatschnass...) und einen Sparschäler und ne Spülbürste... so einen Kram halt. Für mein Zimmer hab ich außerdem ein bisschen Dekokram und nen Mülleimer gekauft und ich hab jetzt endlich ne Tasche, in die sogar mein Unikram vollständig reinpasst.... bisher bin ich immer waschecht spanisch mit Handtasche losgegangen und hatte meine Mappen und den Collegeblock in der Hand :D
Das war also der gestrige Tag... anstrengend (weil ich leider immer noch krank bin) & schön :)
Jetzt mach ich mich auf den Weg, weil ich mich mit zwei anderen ERASMUS-Psychologiestudentin treffe, um Hausaufgaben für Terapia Familiar y de Pareja zu machen....
Achja... mein Stundenplan sieht übrigens so aus:
Schön, oder?
Mit ganz viel Platz zum Reisen und Sport machen :)
Ganz liebe Grüße sende ich euch Lieben nach Deutschland und ein paar Sonnenstrahlen schick ich gleich mit! Der Sommer ist nämlich wieder da... :)
Gestern habe ich meinen ersten Ausflug in Spanien gemacht... es war ein organisierter Ausflug, das heißt man musste sich um nichts kümmern was An- und Abreise und Sightseeing betrifft, sondern musste nur morgens pünktlich um 10.00 da sein! Ich hab mich mit meiner deutschen Mitbewohnerin und einer Freundin aus dem Studiengang angemeldet, die auch aus Deutschland kommt...
Wir sind dann nach knapp 2 Stunden in Valladolid angekommen, wo eine Touristenführerin zugestiegen ist und uns aus dem Bus heraus einiges von Valldolid gezeigt hat und uns dann noch zu Fuß durch die Altstadt geführt hat. Im Vergleich zu Salamanca ist Valladolid weniger schön, weniger sauber, weniger kunstvoll... dafür vielfältig, alt, grün.... das Grüne gefällt mir besonders... es gibt Parks mit Bäumen und Plätzen zum Hinsetzen und es gibt Blumen... in Salamanca sieht man grün nämlich eher selten.... es gibt zwar ein Paar kleine Grünanlagen, auch einen Park... sie sind aber weniger zum Wohlfühlen und werden dazu noch den ganzen Tag bewässert!
| Iglesia de San Pablo |
| Museo Nacional de Escultura |
| La Universidad |
| Plaza Mayot |
Nach der kleinen Stadttour hatten wir Zeit zur freien Verfügung... Tanja und ich sind ein bisschen herumgelaufen bis wir in einer urigen Gasse ein nettes Plätzchen zum Essen, eine schöne Tapas-Bar, gefunden hatten....
Die Tapas und den Wein, den wir dort getrunken und gegessen haben, waren zwar sehr lecker, stellten sich aber als teurer heraus als man das aus Spanien gewohnt ist...
Nach der kurzen Mittagspause ging es weiter ins centro comercial in der Nähe von Valladolid... Zunächst haben wir uns gefragt, was wir denn vier Stunden in nem Einkaufscenter machen sollen, aber dann ging die Zeit bei IKEA und Primark doch schnell um und mehr Zeit wäre auch nicht schlecht gewesen... wie das halt immer so ist ;)
Der IKEA-Einkauf war auf jeden Fall super witzig!! So primitiv eingerichtet wie wir hier sind, hätten Tanja und ich am liebsten den halben Laden ausgekauft und mussten uns zwischendurch immer wieder daran erinnern, dass wir nur 10 Monate hier sind... schließlich haben wir nur Rührschüsseln gekauft, die man auch als Salatschüsseln verwenden kann und Handtücher (wenn sich 5 Personen am gleichen Handtuch die Hände abtrocknen, sind die nämlich ständig klatschnass...) und einen Sparschäler und ne Spülbürste... so einen Kram halt. Für mein Zimmer hab ich außerdem ein bisschen Dekokram und nen Mülleimer gekauft und ich hab jetzt endlich ne Tasche, in die sogar mein Unikram vollständig reinpasst.... bisher bin ich immer waschecht spanisch mit Handtasche losgegangen und hatte meine Mappen und den Collegeblock in der Hand :D
Das war also der gestrige Tag... anstrengend (weil ich leider immer noch krank bin) & schön :)
Jetzt mach ich mich auf den Weg, weil ich mich mit zwei anderen ERASMUS-Psychologiestudentin treffe, um Hausaufgaben für Terapia Familiar y de Pareja zu machen....
Achja... mein Stundenplan sieht übrigens so aus:
Schön, oder?
Mit ganz viel Platz zum Reisen und Sport machen :)
Ganz liebe Grüße sende ich euch Lieben nach Deutschland und ein paar Sonnenstrahlen schick ich gleich mit! Der Sommer ist nämlich wieder da... :)
2012/10/03
Número 3
Ich hab noch was nettes für euch... leider noch ohne Foto, aber vielleicht hol ich das nach...
Wenn man hier in eine Bar geht, ist es nicht selten, dass überall auf dem Boden benutzte, zerknüllte Servietten liegen... Im ersten Moment denkt man, dass das ja echt nicht schön ist... schmuddelig & dreckig & dass man da nicht reingehen will... aber es ist überall so! Und wir haben herausgefunden, dass man seine dreckige Serviette bei der Bar auf den Boden wirft, weil es einem gut geht und schmeckt....
Wenn man hier in eine Bar geht, ist es nicht selten, dass überall auf dem Boden benutzte, zerknüllte Servietten liegen... Im ersten Moment denkt man, dass das ja echt nicht schön ist... schmuddelig & dreckig & dass man da nicht reingehen will... aber es ist überall so! Und wir haben herausgefunden, dass man seine dreckige Serviette bei der Bar auf den Boden wirft, weil es einem gut geht und schmeckt....
2012/10/02
Geduld & Spucke
Hallo, ihr Lieben....
diese Woche hat damit begonnen, dass ich etwas lernen durfte:
Gestern hatte ich das erste Mal Pintura! Zunächst saß ich in einem ziemlich alten, ranzigen Gebäude als einzige Person vor dem Raum mit der Nummer 1... Da ich sehr früh losgegangen war um den Raum zu suchen, machte ich mir zunächst keine Sorgen, fand es dann aber seltsam das ständig Leute mit riesigen Holzrahmen in der Hand an mir vorbei zu anderen Räumen gingen... Natürlich saß ich vor dem falschen Raum... ich musste also in noch ein anderes Gebäude, das ebenso alt und verlebt aussah wie das erste und von innen schrecklich nach Farbe und Lack und allenmöglichen Chemikalien roch. Ich bin noch so eben als Letzte in den Raum gehuscht... ein riesengroßes Atelier mit mindestens hundert Staffeleien und Geschriebenem an den Wänden und Podesten mit irgendwelchen Tüchern und Dingen, die vielleicht Kunst sein sollen, aber nicht besonders toll aussehen... Irgendwo in der Mitte des Raumes saßen schon so ungefähr 30 Studenten und Studentinnen AUF DEM BODEN... hat mich natürlich sehr erfreut, diese Aussicht, die nächsten 4,5 Stunden auf dem Boden sitzend zu verbringen ;)
Der Dozent, ein älterer Mann, der aussieht wie ein lieber Opi, hat sich dann auf den Rand eines der Podeste gesetzt und von da aus seinen Unterricht gemacht... Es ging um Farbenlehre, Farbtheorien und so einen Kram und er hatte lauter kleine Täfelchen dabei, mit denen er uns seine Ausführungen visuell demonstriert hat... wer bitte, braucht den schon PowerPoint-Präsentationen?? Abgesehen davon, dass der Boden echt hart und kalt war, hat es mir ganz gut gefallen, weil ich viel verstanden habe (mag daran liegen, dass ich alles schon wusste :D) und weil es irgendwie witzig ist auf dem Boden zu sitzen wie ein kleines Kind, das seinem Papi beim Geschichten erzählen zuhört!
Nach dem ganzen theoretisch Zeug über Farbe, haben wir dann noch gezeigt bekommen, wie man aus einem Holzrahmen, einem Stück Leinen, Látex und Zinkpulver und Wasser und noch irgendwas anderem wovon ich den Namen nicht weiß, seine eigene Leinwand bastelt... ich darf also nicht einfach in irgendeinen Kreativhandel gehen und mir eine Leinwand kaufen... nein, wir machen das selber!!
Ich bin schon sehr gespannt, was mich in diesem Kurs noch so erwarten wird, aber ich glaube, ich finde es gut, mal was anderes zu machen, was neues kennenzulernen...
Heute hab ich nochwas gelernt: warten, mich in Geduld üben... nicht genervt sein, wenn der Mensch, vor dessen Büro zwanzig Menschen seit einer Stunde warten, immer noch nicht da ist obwohl seine Sprachstunde schon längst angefangen hat... das ist eben Spanien... und ich habe ja jetzt die Unterschrift, die ich haben wollte und wenn ich dafür halt mal meinen Unterricht ausfallen lassen musste, dann ist das eben so...
Was gibt es noch zu berichten?
Unsere Wohnung ist endlich voll! Wir leben jetzt also nicht mehr gemütlich zu dritt, sondern zu fünft in dieser Wohnung... Es wird also manchmal ein bisschen eng in der Küche und im Wohnzimmer und auch ein kleiner Badezimmerplan ist nötig... aber es ist auch sehr viel lustiger und wir reden mehr spanisch... und manchmal lerne ich auch ein paar Wörter italienisch oder portugisisch, die meine Mitbewohnerinnen (medizinstudierende Italienerin und jurastudierende Brasilianerin) ohne es zu sagen einfach so einfließen lassen... Tanja und ich sind dazu übergegangen, dieWörter nochmal nachzugucken, die wir von den beiden lernen und es ist schon das eine oder andere Mal vorgekommen, dass sie nicht spanisch waren ;)
Jetzt geh ich zum Sprachkurs & noch mal in die Uni... Terapia Familiar y de Pareja...
Ich schicke euch ganz liebe Grüße und ein paar vorsichtige Sonnenstrahlen aus Salamanca
♥
diese Woche hat damit begonnen, dass ich etwas lernen durfte:
Gestern hatte ich das erste Mal Pintura! Zunächst saß ich in einem ziemlich alten, ranzigen Gebäude als einzige Person vor dem Raum mit der Nummer 1... Da ich sehr früh losgegangen war um den Raum zu suchen, machte ich mir zunächst keine Sorgen, fand es dann aber seltsam das ständig Leute mit riesigen Holzrahmen in der Hand an mir vorbei zu anderen Räumen gingen... Natürlich saß ich vor dem falschen Raum... ich musste also in noch ein anderes Gebäude, das ebenso alt und verlebt aussah wie das erste und von innen schrecklich nach Farbe und Lack und allenmöglichen Chemikalien roch. Ich bin noch so eben als Letzte in den Raum gehuscht... ein riesengroßes Atelier mit mindestens hundert Staffeleien und Geschriebenem an den Wänden und Podesten mit irgendwelchen Tüchern und Dingen, die vielleicht Kunst sein sollen, aber nicht besonders toll aussehen... Irgendwo in der Mitte des Raumes saßen schon so ungefähr 30 Studenten und Studentinnen AUF DEM BODEN... hat mich natürlich sehr erfreut, diese Aussicht, die nächsten 4,5 Stunden auf dem Boden sitzend zu verbringen ;)
Der Dozent, ein älterer Mann, der aussieht wie ein lieber Opi, hat sich dann auf den Rand eines der Podeste gesetzt und von da aus seinen Unterricht gemacht... Es ging um Farbenlehre, Farbtheorien und so einen Kram und er hatte lauter kleine Täfelchen dabei, mit denen er uns seine Ausführungen visuell demonstriert hat... wer bitte, braucht den schon PowerPoint-Präsentationen?? Abgesehen davon, dass der Boden echt hart und kalt war, hat es mir ganz gut gefallen, weil ich viel verstanden habe (mag daran liegen, dass ich alles schon wusste :D) und weil es irgendwie witzig ist auf dem Boden zu sitzen wie ein kleines Kind, das seinem Papi beim Geschichten erzählen zuhört!
Nach dem ganzen theoretisch Zeug über Farbe, haben wir dann noch gezeigt bekommen, wie man aus einem Holzrahmen, einem Stück Leinen, Látex und Zinkpulver und Wasser und noch irgendwas anderem wovon ich den Namen nicht weiß, seine eigene Leinwand bastelt... ich darf also nicht einfach in irgendeinen Kreativhandel gehen und mir eine Leinwand kaufen... nein, wir machen das selber!!
Ich bin schon sehr gespannt, was mich in diesem Kurs noch so erwarten wird, aber ich glaube, ich finde es gut, mal was anderes zu machen, was neues kennenzulernen...
Heute hab ich nochwas gelernt: warten, mich in Geduld üben... nicht genervt sein, wenn der Mensch, vor dessen Büro zwanzig Menschen seit einer Stunde warten, immer noch nicht da ist obwohl seine Sprachstunde schon längst angefangen hat... das ist eben Spanien... und ich habe ja jetzt die Unterschrift, die ich haben wollte und wenn ich dafür halt mal meinen Unterricht ausfallen lassen musste, dann ist das eben so...
Was gibt es noch zu berichten?
Unsere Wohnung ist endlich voll! Wir leben jetzt also nicht mehr gemütlich zu dritt, sondern zu fünft in dieser Wohnung... Es wird also manchmal ein bisschen eng in der Küche und im Wohnzimmer und auch ein kleiner Badezimmerplan ist nötig... aber es ist auch sehr viel lustiger und wir reden mehr spanisch... und manchmal lerne ich auch ein paar Wörter italienisch oder portugisisch, die meine Mitbewohnerinnen (medizinstudierende Italienerin und jurastudierende Brasilianerin) ohne es zu sagen einfach so einfließen lassen... Tanja und ich sind dazu übergegangen, dieWörter nochmal nachzugucken, die wir von den beiden lernen und es ist schon das eine oder andere Mal vorgekommen, dass sie nicht spanisch waren ;)
Jetzt geh ich zum Sprachkurs & noch mal in die Uni... Terapia Familiar y de Pareja...
Ich schicke euch ganz liebe Grüße und ein paar vorsichtige Sonnenstrahlen aus Salamanca
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